Zagori by bike & on foot

Tja, wie schon gesagt, der Regen und die Kälte holt uns wieder ein.

Algifor, noch ein Tor!

Am Montagmorgen schüttete es aus Kübeln, Meret liegt mit 40 Grad Fieber flach – einen guten Moment um mit Moritz Schule zu machen & mit Nora Karten zu spielen.

Mittags zeigt sich plötzlich die Sonne, wir schwingen uns kurzerhand auf den Sattel und fahren zum nächstgelegenen Zagoridorf, Kipo. Unterwegs bestaunen wir die wunderschönen Steinbrücken.

Plakida Brücke
Kipoi im Hintergrund
Kokkorou Brücke

Während der Velotour haben wir Glück mit dem Wetter – es bleibt trocken, kaum beim Büsli zurück reicht es noch für eine kleine Erkundungstour unseres Lagerplatzes bevor es den Rest des Abends und der Nacht wieder regnet.

Nicht schlecht, was wir alles finden: einen Schildkrötenpanzer, Bärendreck und Spuren dazu und wie immer, viele wunderschöne Steine und noch mehr Stecken.

„Be aware of the Bear“ – nicht von ungefähr

Für den nächsten Tag planen wir eine Wanderung Richtung Vikos-Schlucht. Da wir bereits unsere Grossen zwei im Wandern erprobt und herausgefordert haben, glauben wir, auch diese Wanderung unten der Vikos-Schlucht entlang und dann hoch hinauf nach Monodendri und Vitsa – zwei weitere sehr intakte Zagori-Dörfer – mit ihnen zu machen. Das Wetter macht mit, es ist bedeckt, trocken und kühl. Meret wieder fieberfrei aber noch ein bisschen schlapp, ideal zum im Huckepack mitzureiten.

Der Weg führt am ausgetrockneten Flussbett entlang, durch verwunschene Wälder mit Moos und Flechten überwachsenen Steineichen und dann eben steil über eine Serpentine zu den Dörfern. Wir sind stolz auf Nora und Moritz wie gut und tapfer sie diesen Aufstieg meistern und haben beinahe ein wenig ein schlechtes Gewissen, eine so anspruchsvolle Wanderung geplant zu haben. Die Wege sind wesentlich schwieriger als gedacht.

Bald geschafft…
Vikos Schlucht

Oben in Monodendri stürzen wir uns hungrig und müde in die erste Taverne und kriegen einen feinen nahrhaften Zmittag. Während die Kinder müde auf dem Bänkli in der warmen Gaststube ausruhen, haben wir Grossen eine Sorgenfalte im Gesicht: schaffen wir die zweite Hälfte auch noch? Zudem hat nun wieder Regen eingesetzt. Doch die Kinder sind unglaublich; frisch und regeneriert hüpfen sie nach dem Zmittag gut gelaunt trotz Regen voraus und schneller als gedacht erreichen wir Vitsa.

En Chora Vezitsa

Im hübschen Hotel & Restaurant: ‚en Chora Vezitas‘ stärken wir uns mit feinem Kuchen und Kaffee und entscheiden, die letzte Etappe per Taxi fortzusetzen, welches die Wirtin selbst grad chauffiert.

Abends, frierend trotz Wollsocken und Faserpelz studieren wir unsere Weiterreise und stellen fest, dass die Temperaturen nicht steigen, die nächste Regenfront in Anzug ist und langsam aber sicher sehnen wir uns nach der warmen Mittelmeersonne, dem Meer und kurzen Hosen. Ein bisschen anders haben wir uns die zwei Monate schon vorgestellt: Angenehme warme Sommertage statt sieben Kleiderschichten inklusive Mütze, abends vor dem Büsli ein Gläschen Rotwein statt tief im Schlafsack vermummt und doch immer noch kalte Füsse, morgens gemütlich an der Sonne Zmorgenessen statt eine Eisschicht im Abwaschwasser.

Wollen wir wirklich die nächsten vier Wochen weiter frieren und die Regenjacke tragen?

Nein!

Wir studieren das Wetter von ganz Europa — immerhin ist es nun auch in anderen Teilen kalt geworden, aber wo scheint denn die Sonne? Spanien, doch das ist zu weit, Marrokko ist uns mit 40 Grad zu heiss, da gibt es nur noch eins: die Nachtfähre, mit Camping on Board und weiter nach…

Telefonieren wie zu guten alten Zeiten

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